Positive Entwicklungen, Neuzugänge und Herausforderungen: Ein Update aus dem sportlichen Bereich des SC Berg

von Fabian Helfenberger

 

Der SC Berg hat in den vergangenen Monaten wichtige Schritte in seiner sportlichen Weiterentwicklung unternommen. Was zu Beginn des Jahres als langfristiges Konzept vorgestellt wurde, nimmt inzwischen auf und neben dem Fussballplatz konkrete Formen an. Besonders im Aktivbereich zeigen sich erste erfreuliche Entwicklungen.

Ein sportliches Konzept nimmt Gestalt an

Im März stellte Christian Klein, Trainer der 1. Mannschaft und Sportlicher Leiter des SC Berg, im grossen Vereinsinterview die neue sportliche Ausrichtung vor. Das Ziel war klar: Der SC Berg möchte sich langfristig als familiärer Ausbildungsverein in der Region etablieren, junge Talente gezielt fördern und ihnen eine Perspektive bis in die 1. Mannschaft bieten.

Rund sieben Monate später lässt sich eine erste positive Zwischenbilanz ziehen. Mit der Gründung einer U23, der Weiterentwicklung der bestehenden Aktivmannschaften und neuen Förderangeboten im Juniorenbereich wurden wesentliche Bestandteile des Konzepts bereits umgesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der kurzfristige sportliche Erfolg, sondern der schrittweise Aufbau einer nachhaltigen sportlichen Struktur. Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen die Grundlagen geschaffen werden, von denen der gesamte Verein und insbesondere die Spieler langfristig profitieren.

1. Mannschaft: Positive Entwicklung und neue Impulse

Die 1. Mannschaft hat sich unter der Leitung von Christian Klein, der seit Januar als Cheftrainer im Amt ist und seit Sommer von Co-Trainer Silvan Eggmann unterstützt wird, kontinuierlich weiterentwickelt. Nach einer intensiven Vorbereitung auf die neue Saison zeigte die junge Mannschaft in der bisherigen Meisterschaft sowohl ihr Potenzial als auch Bereiche, in denen noch Entwicklungsmöglichkeiten bestehen.

Nach zehn Meisterschaftsspielen steht das Team mit 20 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz der 3. Liga. Besonders erfreulich ist die jüngste Entwicklung: Mit vier Siegen in Folge, darunter dem 3:2-Derbysieg auswärts gegen den FC Weinfelden-Bürglen, konnte die Mannschaft ihre Ambitionen unterstreichen und den Anschluss an die Spitzengruppe wahren.

Vier Neuzugänge, die zur Philosophie passen

Mit Levin Alder und Joel Züllig haben zwei ambitionierte junge Spieler vom FC Weinfelden-Bürglen den Weg zum SC Berg in die 1. Mannschaft gefunden.
Mit dem Brüderpaar Lukas und Marcus Manser (beide aus Weinfelden) kommen zur Rückrunde zwei weitere junge Talente vom FC Münsterlingen mit grossen Zielen nach Berg und wollen sich über die U23 für die 1. Mannschaft empfehlen. Alle vier verkörpern die neue sportliche Philosophie des Vereins: junge, motivierte Fussballer mit Entwicklungspotenzial, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich mit dem Team entwickeln wollen. Die vier Neuzugänge verstärken gezielt unsere beiden Leistungsteams, die weiterhin zu rund 90 Prozent aus eigenen Spielern der Berger Juniorenabteilung bestehen.

Besonders erfreulich ist, dass sich alle vier Neuzugänge ganz bewusst für den SC Berg entschieden haben. Ausschlaggebend waren insbesondere die sportlichen Perspektiven, die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten und das familiäre Vereinsumfeld. Der SC Berg gewinnt damit nicht nur sportliche Verstärkung, sondern auch weitere Spieler, die sich mit der Philosophie und den langfristigen Zielen des Vereins identifizieren.

U23: Ein neues Team mit einem überzeugenden Start

Ein zentraler Bestandteil des neuen Sport-Konzepts war die Gründung einer "U23-Mannschaft" in der Saison 2026/27. Sie soll künftig als Bindeglied zwischen dem Junioren- und Aktivfussball dienen. Das Projekt ist auf drei Jahre ausgerichtet und bietet jungen Spielern aus dem Verein sowie der Region eine attraktive Entwicklungsperspektive.

Der sportliche Start ist überraschend gut geglückt: Die neu formierte Mannschaft führt ihre Gruppe in der 5. Liga nach sieben Meisterschaftsspielen mit einem Punktemaximum von 21 Punkten und einem Torverhältnis von 33:6 an. Im letzten Gruppenspiel vor der Winterpause, am kommenden Freitagabend, trifft das Team auf den direkten Verfolger FC Wil 2. Nur vier Punkte trennen die beiden Teams, da auch der FC Wil noch kein Spiel verloren hat.

Die positive Zwischenbilanz freut auch den Sportlichen Leiter Christian Klein. Gleichzeitig betont er, dass die langfristige Entwicklung der Spieler wichtiger ist als die bisherigen Resultate. Die U23 soll jungen Talenten als Sprungbrett in die 1. Mannschaft dienen und ihnen die Möglichkeit bieten, sich ohne übermässigen Leistungsdruck an die Anforderungen des Aktivfussballs heranzutasten. Ziel ist es, die Spieler über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren gezielt aufzubauen und sie schrittweise auf höhere sportliche Aufgaben vorzubereiten.

Dass dieser Ansatz funktioniert und auch aktiv gelebt wird, zeigen bereits erste positive Beispiele: Mit Tahir Akbari (2010), Jari Ziwica (2009), Samuele Piccirillo (2009), Nico Montagnese (2008), Cyril Häberli (2007) und Josua Wiegratz (2006) haben bereits sechs junge talentierte Spieler aus den B-Junioren oder der U23 den Sprung in die 1. Mannschaft geschafft. Diese Spieler kommen dort regelmässig zu Einsätzen oder sind bereits ein fester Bestandteil des Teams.

Auch die weitere Aktivmannschaft bleibt ein wichtiger Bestandteil des Vereins. Obwohl die sportlichen Ergebnisse bislang nicht immer nach Wunsch liefen, ist auch hier eine positive Entwicklung erkennbar. Unter der neuen Leitung von Ricchi Loffreda und Toni Vich wurden wichtige Impulse gesetzt, um die Mannschaft sportlich weiterzuentwickeln und den Zusammenhalt zu stärken. Auch ein ständiger Austausch unter den Trainern und eine gelebte Unterstützung aller drei Aktivmannschaften finden inzwischen statt.

Junioren: Die Basis für die Zukunft

Parallel zur Entwicklung im Aktivbereich wurden auch in der Juniorenabteilung erste Veränderungen umgesetzt. Neue Trainingskonzepte, interne Trainerweiterbildungen und die lancierte SC Berg Fussballschule sollen dazu beitragen, die Ausbildungsqualität nachhaltig zu verbessern.

Dass die Nachwuchsarbeit Früchte trägt, zeigen unter anderem die B-Junioren. Nach einer positiven Entwicklung im bisherigen Saisonverlauf belegt die Mannschaft aktuell den erfreulichen zweiten Tabellenplatz in der 1. Stärkeklasse.

Auch im Kinderfussball wurden mit neuen Trainingsstrukturen und zusätzlichen Förderangeboten wichtige Schritte eingeleitet. Solche Veränderungen benötigen Zeit und stellen sowohl Trainer als auch Spieler und Eltern vor neue Herausforderungen. Entscheidend ist, die eingeschlagene Richtung gemeinsam weiterzuverfolgen und die Trainingsqualität kontinuierlich zu verbessern. Insbesondere bei den Junioren G, E und F suchen wir mit Hochdruck nach Trainerinnen und Trainer, um die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen zu können. Hier sind wir um jeden Hinweis froh, um die Herausforderungen anzugehen.

Mit über 250 Juniorinnen und Junioren verfügt der SC Berg über eine breite Nachwuchsbasis. Sie bildet das Fundament für die sportliche Zukunft des Vereins.

Der eingeschlagene Weg stimmt

Die ersten Monate der Saison 2026/27 zeigen, dass das neue sportliche Konzept beim SC Berg zunehmend mit Leben gefüllt wird. Die positive Entwicklung der 1. Mannschaft, der überzeugende Start der U23 und die Fortschritte in der Nachwuchsarbeit sind wichtige erste Meilensteine.

Gleichzeitig ist allen Beteiligten bewusst, dass der Aufbau einer nachhaltigen sportlichen Struktur Zeit benötigt. Der SC Berg steht erst am Anfang dieses Weges und wird in den kommenden Jahren noch einige Herausforderungen meistern müssen. Dazu gehören insbesondere die begrenzten Infrastrukturkapazitäten, die Gewinnung zusätzlicher qualifizierter Trainer sowie die Sicherstellung der finanziellen Mittel, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

Umso wichtiger sind das gemeinsame Verständnis für die langfristige Entwicklung und das Engagement aller Beteiligten. Trainer, Spieler, Eltern, Helfer, Sponsoren und viele weitere Personen leisten einen unverzichtbaren Beitrag dazu, dass der SC Berg diesen Weg erfolgreich weitergehen kann.

Die bisherige Entwicklung macht Mut und zeigt, welches Potenzial in unserem Verein steckt. Nun gilt es, den eingeschlagenen Weg gemeinsam und mit der nötigen Geduld konsequent weiterzuverfolgen.

Wir wünschen allen Mannschaften für die verbleibenden Spiele dieses Jahres viel Erfolg, spannende Begegnungen und vor allem verletzungsfreie Einsätze.

Hopp SC Berg!